Chancengleichheit für ältere Frauen


Über die Initiative Inhalte und Rahmenbedingungen Organisatorischer Hintergrund Zurück zur Übersicht
Deutsche Hausfrauengewerkschaft e.V.
Kontakt
Anschrift:
Postfach 1462
53004 Bonn
Deutschland
Kontaktpersonen und ihre Fremdsprachenkenntnisse:
Jaqueline Poetschke, Pressereferentin, englisch, französisch
Telefon: 0049-711-760248
Telefax: 0049-711-760248
E-Mail: pressestelle@dhg-frauen.de
Internet: http://www.dhg-frauen.de
Angaben zur Initiative
Status der Initiative: Unsere Initiative ist eine Selbsthilfeinitiative.
Die Initiative ist selbständig und hat folgende Rechtsform: eingetragener Verein
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Inhalte und Rahmenbedingungen der Projektarbeit
Gründungsjahr: 1979
Anlaß zur Gründung: Der Anlaß war ein Radiointerview mit der Soziologin G. Heuer (Kiel) 1978. Sie sagte: "Es müßte eigentlich eine Gewerkschaft für Hausfrauen geben. Wenn sich spontan 1000 Frauen finden, gründe ich sie..."
Der Hintergrund ist, daß Familienfrauen die Einzigen waren, die ohne eigene soziale Absicherung arbeiten müssen. Kein Verband vertrat bis dahin die Forderung nach sozialer Absicherung.
Zeitliche Befristung: Da die Frauen sich zunehmend aus der Familienarbeit verabschieden oder sie als Doppel- oder Dreifachbelastung akzeptieren, ist nicht abzusehen, daß die Forderung nach Absicherung dieser Arbeit bald erfüllt wird.
Zielgruppe(n): Frauen, die trotz einer enormen Lebensleistung (Kindererziehung, Betreuung von alten und/oder behinderten Angehörigen, oft auch Mitarbeit im Familienbetrieb) Renten erhalten, die weit unter dem Sozialhilfeniveau liegen.
Ziele: - Gerechtigkeit für alte Mütter, notfalls mit Hilfe des Bundesverfassungsgerichts;
- Änderung der Sozialgesetze und der Rentenversicherung, Kindererziehung muß der Erwerbsarbeit gleichgestellt sein;
- Veränderungen des öffentlichen Bewußtseins.
Beschreibung der Arbeit der Initiative:

- Postkartenaktionen: "Gelbe Karte" mit dem Text: "Rente ist Lohn für Lebensleistung" (1995), "Rote Karte" mit dem Text: "Schluß mit dem Renten-Foulspiel" (1997);
- Unterschriftensammlung "Rente statt Rosen" 1994/95;
- Petition zur Umsetzung des Urteils des BVerfG (vom 7.7.1992), Eingabe vom 27.9.1995 wurde 1998 abgelehnt;
- Unterstützung von Musterprozessen mit juristischer Betreuung und Öffentlichkeitsarbeit: Alte Mütter klagen gegen die ungerechte Bewertung ihrer Erziehungsleistungen (aktueller Wert in Deutschland: DM 43,50 Rente im Monat für die Erziehung eines Kindes).

Derzeit gibt es Überlegungen und Planungen für den Fall der Verschlechterung von Witwenrenten.

Die Initiative ist auf den folgenden Gebieten tätig:
Materielle Versorgung
Frauenarbeitslosigkeit
Bewertung von Arbeit in der Gesellschaft
Erfolge, die die Initiative verzeichnen konnte:

Wir haben eine sehr gute Resonanz in der Öffentlichkeit, die sich unter anderem in einer (leider nur) minimalen Anhebung der Bemessungsgrundlagen für die Erziehungszeiten in der Rente niederschlägt: von 75 Prozent auf 85 Prozent in 1998 und auf schließlich 90 Prozent in 1999.
Eine positive Resonanz finden wir teilweise auch bei PolitikerInnen insbesondere der CDU/CSU.

Probleme, mit denen die Arbeit der Initiative konfrontiert war oder wird:

Ein großes Problem ist der Geldmangel. Da die dhg keinerlei öffentliche Mittel hat, kann sie keine großen Kampagnen finanzieren.
Weiterhin kämpfen wir mit der Geduld der Gerichte. Alle Gerichte in allen Instanzen geben uns inhaltlich Recht, aber glauben, daß der Politik mehr Zeit gegeben werden muß.

Die Zielgruppe wird folgendermaßen an der Konzeption, Planung und Durchführung der Arbeit beteiligt:

Bei Gerichtsverfahren erhält die mutige Klägerin soviel Beistand wie sie wünscht und braucht, Beratung bis hin zur Formulierung der Schriftstücke und Vertretung vor Gericht. Die dhg-Pressereferentin übernimmt die komplette Öffentlichkeitsarbeit.
Bei Info-Ständen stehen ältere Frauen mit am Stand.

Kooperationen:

Seit jeher arbeiten wir mit dem Interessenverband der Witwen zusammen und seit neuestem mit FEFAF Fédération Européenne des Femmes au Foyer und MMM Mouvement Mondial des Mères. Wir tauschen Informationen aus und publizieren gemeinsam.

Auskünfte:

Wir stehen Interessierten für Auskünfte über unsere Initiative telefonisch, schriftlich oder per E-Mail zur Verfügung.

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Organisatorischer Hintergrund der Initiative
Personeller Rahmen, in dem die Arbeit der Initiative verrichtet wird:

Durch 5 Freiwillige/Ehrenamtliche.

Budget:
Die Arbeit wird aus folgenden Quellen finanziert:
Beiträge der Initiativmitglieder
Es gibt folgende Veröffentlichung(en) oder Informationsmaterialien über unsere Initiative:

Faltblatt "Familienarbeit und Alterssicherung"; Bericht in unserer Zeitschrift "Familienarbeit heute"; die Broschüre zur Klagevorbereitung ist leider vergriffen.

literaturempfehlungen:

J. Borchert: Renten vor dem Absturz, 1993
M. Veil et al. (Hrsg.): Am modernen Frauenleben vorbei, 1992
J. Poetschke: Im Dickicht der Rentenversicherung, in: Familienarbeit heute 3/99, herausgegeben von der dhg

Tips und Anregungen für Interessierte, die eine ähnliche Initiative gründen wollen:

Es ist wichtig, selbst politisch zu handeln, da sich Politiker nicht im geringsten für ältere Frauen interessieren, wie die derzeitige Rentendiskussion zeigt.

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2000-10-06