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| Nachbarschaftlich
leben für Frauen im Alter |
| Kontakt |
Anschrift:
FRAU IM BERUF
Evangelische-Lutherischer Dekanatsbezirk München
Herzog-Wilhelm-Straße 24
80331 München
Deutschland |
Kontaktpersonen und ihre
Sprachkenntnisse:
Gerlinde Fischer, pädagogische Leiterin von FRAU IM BERUF, englisch, französisch
Siglinde Falkenberg, Koordinatorin im Projekt, englisch |
Telefon:
0049-89-596945
Telefax: 0049-89-55027024
E-Mail:
Internet: |
| Angaben zur Initiative |
| Status der Initiative: |
Unsere Initiative ist eine Selbsthilfeinitiative zur
Verbesserung der Chancengleichheit älterer Frauen durch eine Organisation mit
geschlechts- und/oder altersübergreifenden oder sonstigen Zielgruppen. |
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Das Projekt wird maßgeblich von der
folgenden Organisation getragen:
FRAU IM BERUF |
Weitere Träger-
organisation(en): |
Förderverein Nachbarschaftlich leben für Frauen im
Alter e.V., München |
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| Inhalte und Rahmenbedingungen der Projektarbeit |
| Gründungsjahr: 1986 |
| Anlaß zur Gründung: |
Ehemals berufstätige, alleinlebende Frauen informieren
sich und diskutieren ihre Lebens- und Wohnperspektive im Alter. Zentrale Fragen sind: Wie
möchte ich im Alter leben? Gibt es Alternativen zu "Altersheim oder
Vereinsamung"? |
| Das Projekt ist zeitlich befristet: |
Die thematische und planerische Gruppenarbeit
erstreckte sich von 1986 bis zum Einzug 1997. |
| Zielgruppe(n): |
alleinlebende, ehemals berufstätige Frauen |
| Ziele: |
- Nachbarschaftliches, selbstbestimmtes Zusammenleben
mit gegenseitiger verbindlicher Verabredung von Hilfe und Unterstützung im Alltag und bei
Krankheit ausprobieren;
- Erfahrungen anderen Frauen und interessierten Institutionen weitergeben. |
| Beschreibung der Arbeit der
Initiative: Die Arbeit läßt sich in 10
Phasen beschreiben:
1. Phase: Soziologische Daten und persönliche Erwartungen zum Leben
im Alter von den beteiligten Frauen zusammentragen;
2. Phase: Konkretisierung der eigenen Möglichkeiten und Suche nach der Realisierung als
Gruppe;
3. Phase: Information und Diskussion mit Ämtern, Behörden, Bauträgern und
Stadtpolitikern;
4. Phase: Weitermachen trotz Frustration;
5. Phase: Vernetzung mit anderen Initiativgruppen in München, Öffentlichkeitsarbeit;
6. Phase: Ausarbeitung der Modellbeschreibung und Antragstellung;
7. Phase: Praktische Bauplanung mit Architekten;
8. Phase: Supervision im Gruppenprozeß;
9. Phase: Organisation der Umzüge ins Projekt;
10. Phase: Einzug und Informationsarbeit. |
| Die Initiative ist auf
den folgenden Gebieten tätig: |
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Soziale Kontakte |
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Bildung |
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Gesundheit |
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Wohnsituation |
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Sicherheit/Schutz |
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| Erfolge, die die Initiative
verzeichnen konnte: Erfolge für die
Beteiligten sind die Erarbeitung sozialpolitischer Themen, die Erweiterung der
kommunikativen Kompetenz durch die Supervision und die Erfahrung, von der Idee bis zum
Wohnungseinzug durchzuhalten und das Projekt gemeinsam zu realisieren. Der Erfolg zeigt
sich auch im starken öffentlichen Interesse der Medien und durch Besuche von
interessierten Gruppen. |
| Probleme, mit denen sich
die Arbeit der Initiative konfrontiert war oder wird: Probleme waren für uns das fehlende eigene Kapital für den Wohnungsbau und
das Angewiesensein auf Institutionen. Wir erlitten im Verlauf unserer Arbeit zwei Mal
radikale Rückschläge und hatten zudem mit mangelnder Einsicht und Verständnis für
Frauenbelange und Fraueninitiativen zu kämpfen. |
| Die Zielgruppe wird
folgendermaßen an der Konzeption, Planung und Durchführung der Arbeit beteiligt: Die Frauengruppe hat den Planungs- und Bauprozeß durchgehend begleitet. Es
fanden unter anderem regelmäßig monatlich und über drei Jahre hinweg Gruppensitzungen
mit einer Supervisorin statt. Die Frauen waren an den Verhandlungen mit Bauträgern und
Architekten beteiligt. |
| Kooperation: Seit 1997 kooperieren wir mit der Volkshochschule München, dem Evangelischen
Bildungswerk, dem Katholischen Bildungswerk und dem Münchner Projektetag. Es werden
Informationstage, Podiumsdiskussionen und Besichtigungen im Projekt organisiert und
durchgeführt. Bei der Seniorenmesse und beim Evangelischen Kirchentag waren wir mit einem
Infostand vertreten. |
| Auskünfte: Wir stehen Interessierten für Auskünfte über unsere Initiative telefonisch
zur Verfügung. |
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| Organisatorischer Hintergrund der Initiative |
| Personeller Rahmen, in dem
die Arbeit der Initiative verrichtet wird: Die
von allen für die Initiative geleistete Arbeitszeit beträgt ca. 16 Stunden pro Woche. |
| Budget: |
| Die Arbeit wird aus
folgenden Quellen finanziert: |
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Einnahmen aus der Projektarbeit |
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Beiträge der Initiativmitglieder |
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| Veröffentlichungen: Antje Henckmann: Aufbruch in ein gemeinsames Altern. - Neue Wohnformen im
Alter am Beispiel des Modellprojekts "Nachbarschaftlich leben für Frauen im
Alter" als Broschüre (zu beziehen über FRAU IM BERUF, DM 9,-/4,5 Euro zuzüglich
Porto ) oder als Buch im Leske und Budrich Verlag, erschienen 1999.
Es gibt zwei Videos (5 und 7 Minuten Länge) von 1997 und 1999. |
| literaturempfehlungen: Martina Löw: Raum greifen, Kleine Verlag 1994
KAB München: Wohnen im Alter, Arbeitshilfe 1997 |
| Tips und Anregungen für
Interessierte, die eine ähnliche Initiative gründen wollen: In unserem Projekt haben sich folgende Aspekte bewährt:
- Gruppenbildung auf Konsensbasis;
- Vertrauen und gegenseitiges Interesse vor der Bauphase pflegen;
- Rückschläge können eine Gruppe stärken!
- Supervision für den Gruppenprozeß mindestens 6 - 8 Monate;
- biographisches Arbeiten in der Gruppe;
- als Gruppe nicht nur das Wohnprojekt zum Inhalt haben. |
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